Nach drei Jahren gemeinsamer Arbeit und Erfahrungsaustausch geht das URBACT Projekt Active Travel Network zu Ende. Die Abschlusskonferenz fand am 6. und 7. November 2012 in Weiz, Österreich, statt. Das Projekt baute ein Netzwerk aus internationalen Partnern auf, um aktive Fortbewegung in Städten zu fördern. Eine geeignete Alternative für kurze Fahrten, die Umweltproblemen entgegenwirken kann. Das Active Travel Network brachte neben der führenden Partnerstadt Weiz (Österreich) acht weitere Partner aus ganz Europa zusammen: Skanderborg (Dänemark), Ljutomer (Slowenien), Norderstedt (Deutschland), Novara (Italien), Riccione (Italien), Sebes (Rumänien), Serres (Griechenland) und die Karl-Franzens-Universität Graz (Österreich). Gemeinsam identifizierten die Partnerstädte drei großen Arbeitsbereiche: - Das Bewusstsein für Radfahren und Laufen als Transportmittel in Städten schärfen, damit die Planung der Maßnahmen zu einer fixen Aufgabe mit einem fixen jährlichen Budget werden kann;
- Aufzeigen, dass infrastrukturelle Maßnahmen allein nicht ausreichen, um Anwohner zu motivieren, mehr zu Fuß zu gehen oder mit dem Fahrrad zu fahren. Informations- und Werbemaßnahmen sind ebenfalls erforderlich (Mobilitätsmanagement);
- Diese weichen Maßnahmen des Mobilitätsmanagements (Information, Organisation, Werbung, Sensibilisierungsmaßnahmen etc.) müssen mit infrastrukturellen Maßnahmen Hand in Hand gehen.
Der Ausgangspunkt des Projekts Active Travel Network war die Tatsache, dass die meisten Menschen zu Fuß gehen oder Fahrrad fahren können, um sich fortzubewegen. Beides ist kostenlos, umweltfreundlich, platzsparend und verbraucht keine fossilen Brennstoffe. Darüber hinaus stellen diese Arten der Fortbewegung eine greifbare, konkrete Lösung für zahlreiche Verkehrsprobleme dar, mit denen viele europäische Städte konfrontiert sind, wie Staus, Lärm und Luftverschmutzung. Das Active Travel Network arbeitete - gemäß den Zielsetzungen des "Aktionsplans für Energieeffizienz" der Europäischen Union - daran, die Verkehrsgewohnheiten in kleinen und mittleren Städten in Europa zu verändern. Die Stadt Weiz bietet durch kurze Distanzen ideale Voraussetzungen die Wege zu Fuß oder mit dem Rad zurückzulegen. Hauptherausforderung ist es, den bestehenden Auto-Trend umzukehren und die Bewohner zu motivieren, für kurze Wegstrecken auf das Rad umzusteigen oder zu Fuß zu gehen. Die Stadt Weiz will im Rahmen des URBACT-Projektes ein Strategiepapier und -plan erarbeiten, um den nicht-motorisierten Individualverkehr nachhaltig im tagtäglichen Leben zu verankern. Die Universität Graz, mit dem Institut für Geographie und Regionalwissenschaften, ist Partner des Projektes Active Travel Network. Der Forschungsansatz des Instituts liegt in einer integrierten Umwelt- und Regionalentwicklung. Die Aufgabe des Instituts im Projekt ist die integrierte Mobilitätsforschung. |