Projektdatenbank - Detailansicht
für transnationale und Netzwerkprojekte mit österreichischer Beteiligung
 
Akronym
OPEN CITIES
Projekttitel
Openness and the Competitive Advantage of Diversity
Programm
URBACT II
Priorität
P2: Attraktivität und lokale Kohäsion von Städten
 
Projektstart (Monat/Jahr) Projektende (Monat/Jahr)
11/2008 05/2011
 
Projektträger (Lead Partner)
Stadt Belfast  

4-10 Linenhall Street, Belfast
BT2 8BP  Belfast
VEREINIGTES KÖNIGREICH

S.J. Smith (+44 28 90 270 666)
smithsj(at)belfastcity.gov.uk
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Österreichische(r) Partner
Stadt Wien 
Magistratsabteilung 18 - Stadtentwicklung und Stadtplanung

Rathausstraße 14-16
1082  Wien
ÖSTERREICH

Clemens Horak (+43 1 4000 88717)
clemens.horak@wien.gv.at
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Weitere Projektpartner
British Council 

kA
VEREINIGTES KÖNIGREICH

kA
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City of Bucarest 

Bucarest
RUMÄNIEN

k.A.
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City of Dublin 

Dublin
IRLAND

k.A.
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City of Düsseldorf 

Düsseldorf
DEUTSCHLAND

k.A.
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City of Nitra 

Nitra
SLOWAKEI

k.A.
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City of Poznan 

Poznan
POLEN

k.A.
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City of Sofia 

Sofia
BULGARIEN

k.A.
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Projektvolumen gesamt EFRE-gesamt sonstige Mittel
576.500,00 € 149.890,00 €
 
Kurzfassung des Projekts

Das Ende 2008 auf Initiative des British Coundil gestartete und im Rahmen des "URBACT II"-EU Programms geförderte Projekt OPENCities konnte 2011 zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden. Auf internationaler Ebene nahmen neben Wien die Städte Belfast (Leadpartner), Dublin, Bilbao, Düsseldorf, Sofia, Poznan, Nitra und Cardiff teil. Seitens der Stadt Wien wurde das Projekt durch ein geschäftsgruppenübergreifendes Team (MA 17, MA 18, MA 27 und FSW) erarbeitet, das bei der Erarbeitung der Inhalte durch den Auftragnehmer Europaforum Wien unterstützt wurde.

OPENCities versucht die Zusammenhänge zwischen der Attraktivität einer Stadt für internationale Zuwanderungsströme und ihrem (wirtschaftlichen) Erfolg darzustellen, Möglichkeiten einer Stadt diese Attraktivität zu beeinflussen aufzuzeigen sowie Strategien und konkrete Maßnahmen zur Förderung der "Offenheit" und zur besseren Nutzung der sich auf diesem Weg ergebenden Chancen zu entwickeln.
"Offenheit bedeutet, Bedingungen zu schaffen, die eine Stadt für internationale Bevölkerungsgruppen attraktiv machen und es allen Bewohnern ermöglichen, an der erfolgreichen Entwicklung der Stadt mitzuwirken." (Greg Clark: OPENCities Verstehen, British Council, 2010)
OPENCities möchte die Diversität der Bewohnerinnen und Bewohner einer Stadt als Asset verstanden wissen, die Zuwandernden als Quelle für neuartige Herangehensweisen und Potentiale für Innovationen. Die vielfältigen Talente von Zugewanderten wahrzunehmen ist nicht mehr länger nur eine Gelegenheit zur kulturellen Bereicherung einer Stadtgesellschaft, sondern in einer von internationalem Standortwettbewerb geprägten Welt zunehmend auch eine Notwendigkeit um in Zukunft wirtschaftlich reüssieren zu können. So trägt die Offenheit einer Stadt gegenüber internationaler Zuwanderung zur Lebensqualität und Zufriedenheit ihrer Bürgerinnen und Bürger, aber auch zu ihrem wirtschaftlichen Erfolg bei.

 
Bisherige Ergebnisse
Zentrales Ergebnis des Projekts ist ein Lokaler Aktionsplan (LAP), welcher durch Formulierung konkreter Maßnahmen helfen soll, die Potentiale der Stadt in Zusammenhang mit der Diversität der Bewohnerinnen und Bewohner besser nutzbar zu machen. Die Erarbeitung dieses Papiers erfolgte unter Einbeziehung einer so genannten Local Support Group (LSG) bestehend aus einschlägigen Expertinnen und Experten von NGOs sowie aus Wissenschaft und Verwaltung.
Die Ausarbeitung des LAP war von einer zweifachen Grundüberlegung geleitet: Im Wissen, dass wesentliche Entscheidungen der Wiener Politik in den Bereichen Integration, Diversität, Bildung, Soziales etc. nicht im Rahmen eines EU-Netzwerkprojekts generiert und politisch akkordiert werden können, wurde einerseits eine Bündelungsstrategie gewählt. Deren Ziel war es, bestehende Schwerpunkte der Stadt bzw. deren geplante Weiterentwicklung (v.a. auch gemäß dem aktuellen Regierungsprogramm) unter dem Gesichtspunkt der "Offenheit" zu verknüpfen und sie gemeinsam sichtbar zu machen. Aktivitäts-Schwerpunkte wie "Start Wien", "Wiens Wirtschaft spricht alle Sprachen", Wiener Zuwanderungskommission, CENTROPE etc. finden sich daher im Aktionsplan wieder.
Andererseits wurde der LAP genutzt, um im Sinn einer Huckepackstrategie Agenda-Setting für einige im Wiener Kontext genuin innovative Vorhaben zu betreiben. Daher finden sich im Aktionsplan Maßnahmen wie stadtinterne Anreizsysteme zur Förderung diversitätsorientierter Vorgangsweisen, eine Diversitätsagenda für ambulante soziale Dienstleistungen oder ambulante Pflegedienste spezifisch für ältere Migrantinnen und Migranten.
Im Rahmen der Abschlusskonferenz des Projekts, welche zum Thema "OPENCities and Economic Recovers – Why city openness matters during recession" am 25. 5. in Brüssel stattfand, konnten die Lokalen Aktionspläne aller Partnerstädte an die DG Regio der Europäischen Kommission übergeben werden.
Neben den Aktivitäten auf lokaler Ebene erfolgte ein internationaler Erfahrungs- und Ideenaustausch im Rahmen von die Erarbeitung der Lokalen Aktionspläne begleitenden Konferenzen sowie durch diverse Publikationen, wie etwa von Good Practice Case Studies zu den Themenbereichen "Governance & Leadership", "Internationalisation" und "Integration & Social Inclusion".
Einen bedeutenden Output stellt auch der OPENCities Monitor dar, ein bedienungsfreundliches Online-Benchmarking-Tool, welches die Offenheit von Städten anhand einer Vielzahl von Indikatoren misst und vergleichbar macht (vgl. http://opencities.britishcouncil.org/web/index.php?monitor_en). Der Entwicklung dieses Werkzeugs durch das Wirtschaftsforschungs- und Beratungsinstitut BAKBasel ging eine eingehende wissenschaftliche Machbarkeitsstudie voran.
Weiters umfasste das Projekt eine Fotowanderausstellung – OPENCities Faces –, für welche Fotografinnen und Fotografen Zugewanderte porträtierten und deren persönliche Geschichten erzählten. Im Jänner und Februar 2011 machte die Ausstellung im Wiener Gasometer halt.
 
Motive für die Wahl des transnationalen Ansatzes

Einerseits wollte Wien den internationalen Erfahrungsaustausch in diesem hochaktuellen Themenbereich intensivieren, andererseits innerhalb der Stadt die Netzwerke mit NGOs und Wissenschaftlern festigen und schließlich auch verwaltungsintern Verbindungen verstärken. Es galt neben der Entwicklung neuer Ideen v.a. auch die von sehr unterschiedlichen Stellen bereits entwickelten zu präsentieren.

Das Projekt gründet auf den Erfahrungen innerhalb der Wiener Stadtverwaltung mit Diversitätsfragen insbesondere im Kontext der Stadtplanung und -forschung.

 
Konnex zu regionalen/nationalen Strategien und Initiativen
Generell sind die Maßnahmen des erarbeiteten Lokalen Aktionsplans (LAP) in verschiedenste räumliche und sektorale Strategien eingebunden. Besonders hervorzustreichen ist insbesondere Wiens Engagement im Rahmen der EU-Donauraumstrategie, das als Internationalisierungsmaßnahme Eingang in den LAP fand.
 
Transfer der Projektergebnisse

Der Lokale Aktionsplan für Wien als Hauptergebnis des Projekts steht der nationalen und internationalen Öffentlichkeit, welche sich ein Bild der Wiener Initiative in diesem Bereich sowie neuartiger Ideen machen möchte, online zur Verfügung. Die Ergebnisse und geschaffenen Netzwerkstrukturen – innerhalb der Verwaltung, innerhalb der Stadt (v.a. über die sogenannte Local Support Group, die an der LAP-Erarbeitung mitwirkte), europaweit – sollen auch in Zukunft der Entwicklung neuer Strategien dienen.

Die Projektoutputs aller Partnerstädte können auf der OPENCities-Homepage bei URBACT downgeloadet werden (http://urbact.eu/en/projects/human-capital-entrepreneurship/open-cities/homepage/).

 
Erfahrungen und neue Methoden
Das Projekt wurde von allen Beteiligten – v.a. dem URBACT-Sekretariat, dem Lead Partner Belfast, der MA 27 als Managing Authority Wiens – professionell abgewickelt. So konnten die hohen Anforderungen an Transparenz und Kontrolle, die mit EU-geförderten Projekten einhergehen, gut bewältigt werden.
 
Projekt Homepage
http://urbact.eu/en/projects/human-capital-entrepreneurship/open-cities/homepage/
 
Projekt Logo
   
 
Erfasst am: 24.06.2009 17:19:14, Aktualisiert am: 31.08.2011 15:48:56