Das Ende 2008 auf Initiative des British Coundil gestartete und im Rahmen des "URBACT II"-EU Programms geförderte Projekt OPENCities konnte 2011 zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden. Auf internationaler Ebene nahmen neben Wien die Städte Belfast (Leadpartner), Dublin, Bilbao, Düsseldorf, Sofia, Poznan, Nitra und Cardiff teil. Seitens der Stadt Wien wurde das Projekt durch ein geschäftsgruppenübergreifendes Team (MA 17, MA 18, MA 27 und FSW) erarbeitet, das bei der Erarbeitung der Inhalte durch den Auftragnehmer Europaforum Wien unterstützt wurde.
OPENCities versucht die Zusammenhänge zwischen der Attraktivität einer Stadt für internationale Zuwanderungsströme und ihrem (wirtschaftlichen) Erfolg darzustellen, Möglichkeiten einer Stadt diese Attraktivität zu beeinflussen aufzuzeigen sowie Strategien und konkrete Maßnahmen zur Förderung der "Offenheit" und zur besseren Nutzung der sich auf diesem Weg ergebenden Chancen zu entwickeln."Offenheit bedeutet, Bedingungen zu schaffen, die eine Stadt für internationale Bevölkerungsgruppen attraktiv machen und es allen Bewohnern ermöglichen, an der erfolgreichen Entwicklung der Stadt mitzuwirken." (Greg Clark: OPENCities Verstehen, British Council, 2010)OPENCities möchte die Diversität der Bewohnerinnen und Bewohner einer Stadt als Asset verstanden wissen, die Zuwandernden als Quelle für neuartige Herangehensweisen und Potentiale für Innovationen. Die vielfältigen Talente von Zugewanderten wahrzunehmen ist nicht mehr länger nur eine Gelegenheit zur kulturellen Bereicherung einer Stadtgesellschaft, sondern in einer von internationalem Standortwettbewerb geprägten Welt zunehmend auch eine Notwendigkeit um in Zukunft wirtschaftlich reüssieren zu können. So trägt die Offenheit einer Stadt gegenüber internationaler Zuwanderung zur Lebensqualität und Zufriedenheit ihrer Bürgerinnen und Bürger, aber auch zu ihrem wirtschaftlichen Erfolg bei.
Einerseits wollte Wien den internationalen Erfahrungsaustausch in diesem hochaktuellen Themenbereich intensivieren, andererseits innerhalb der Stadt die Netzwerke mit NGOs und Wissenschaftlern festigen und schließlich auch verwaltungsintern Verbindungen verstärken. Es galt neben der Entwicklung neuer Ideen v.a. auch die von sehr unterschiedlichen Stellen bereits entwickelten zu präsentieren.
Das Projekt gründet auf den Erfahrungen innerhalb der Wiener Stadtverwaltung mit Diversitätsfragen insbesondere im Kontext der Stadtplanung und -forschung.
Der Lokale Aktionsplan für Wien als Hauptergebnis des Projekts steht der nationalen und internationalen Öffentlichkeit, welche sich ein Bild der Wiener Initiative in diesem Bereich sowie neuartiger Ideen machen möchte, online zur Verfügung. Die Ergebnisse und geschaffenen Netzwerkstrukturen – innerhalb der Verwaltung, innerhalb der Stadt (v.a. über die sogenannte Local Support Group, die an der LAP-Erarbeitung mitwirkte), europaweit – sollen auch in Zukunft der Entwicklung neuer Strategien dienen.
Die Projektoutputs aller Partnerstädte können auf der OPENCities-Homepage bei URBACT downgeloadet werden (http://urbact.eu/en/projects/human-capital-entrepreneurship/open-cities/homepage/).